Die Klimazonen Teneriffas: vom Schnee am Teide bis zum Palmenstrand

Morgens am Strand, mittags im Nebelwald, nachmittags über den Wolken: Teneriffa ist ein kleiner Kontinent

Kaum eine Insel ist so vielfältig wie Teneriffa. Auf gut 2.000 Quadratkilometern findest du Palmenstrände, feuchte Lorbeerwälder, duftende Kiefernwälder, eine Hochgebirgswüste und Spaniens höchsten Berg, den Teide mit 3.715 Metern. Im Winter liegt dort oben manchmal Schnee, während unten an der Küste Menschen im Meer baden. Wie geht das?

Der Passat und das Wolkenmeer

Der Schlüssel ist der Passatwind. Er weht die meiste Zeit des Jahres aus Nordosten und bringt feuchte Luft vom Atlantik. Trifft diese Luft auf die Berge, steigt sie auf, kühlt ab und bildet Wolken, meist zwischen etwa 800 und 1.500 Metern. Die Canarios nennen das „mar de nubes“, das Wolkenmeer. Von oben sieht es aus wie ein weißer Ozean.

Darum ist der Norden der Insel grün und üppig, der Süden dagegen trockener und sonniger. Und darum kannst du an einem Tag durch mehrere Klimazonen fahren.

Die Küste: subtropisch und mild

Unten am Meer ist es das ganze Jahr mild. Hier wachsen Palmen, Bananen und Bougainvillea. Die Strände sind meist schwarz, aus feinem Lavasand. Eine Ausnahme ist die Playa de las Teresitas bei Santa Cruz: Ihr goldener Sand wurde aus der Sahara hergebracht.

Strand mit schwarzem Lavasand auf Teneriffa
Schwarzer Lavasand: typisch für die Strände Teneriffas

Der Lorbeerwald im Anaga-Gebirge

Im Nordosten, im Anaga-Gebirge, wächst einer der ältesten Wälder Europas: der Lorbeerwald, auf Spanisch „Laurisilva“. Solche Wälder bedeckten vor Millionen Jahren große Teile Südeuropas. Auf den Kanaren haben sie überlebt, weil die Passatwolken sie ständig befeuchten. Moose, Farne und knorrige Bäume, oft im Nebel: Ein Spaziergang hier fühlt sich an wie eine Reise in eine andere Zeit. Anaga ist seit 2015 UNESCO-Biosphärenreservat.

Grüne Berge im Naturpark Anaga auf Teneriffa
Das Anaga-Gebirge: grün dank der Passatwolken

Die Kiefernwälder

Weiter oben, etwa ab 1.000 Metern, beginnt der Wald der Kanarischen Kiefer. Sie ist ein kleines Wunder: Ihre dicke Rinde schützt sie vor Feuer, und nach einem Waldbrand treibt sie einfach wieder aus. Ihre langen Nadeln „kämmen“ Wasser aus den Wolken. Auf dem Weg zum Teide, im Bosque de la Esperanza oberhalb von Tabaiba, fährst du durch diese Wälder, weiter unten auch durch Eukalyptuswald.

Über den Wolken: Las Cañadas und der Teide

Ab etwa 2.000 Metern lässt du die Wolken hinter dir. Hier oben liegt der Teide-Nationalpark, seit 2007 UNESCO-Welterbe: eine Hochgebirgswüste aus Lavafeldern, bizarren Felsen und weitem Himmel. Die Luft ist klar und trocken, die Sonne stark, und nachts ist es kalt. Im Mai und Juni blühen hier der weiße Teide-Ginster und die roten Tajinaste-Türme. Weil der Himmel so klar ist, stehen hier große Sternwarten.

Lavalandschaft im Teide-Nationalpark auf Teneriffa
Fast wie auf dem Mond: die Lavalandschaft im Teide-Nationalpark

Der trockene Süden und der sonnige Osten

Im Süden und an der Ostküste regnet es wenig, die Landschaft ist karg und doch faszinierend. Bei Güímar, nicht weit von Candelaria, kannst du durch das Malpaís wandern, ein Feld aus erstarrter Lava mit kleinen Vulkankegeln und Kakteen. An der Ostküste, wo das Castillo Moro liegt, ist es sonnig und mild, und doch bist du in rund einer halben Stunde im grünen Anaga-Gebirge oder auf dem Weg hinauf zum Teide.

Tipps für deinen Ausflug durch die Klimazonen

  • Zwiebelprinzip: Am Strand reicht ein T-Shirt, am Teide brauchst du eine warme Jacke, im Winter auch Mütze.
  • Früh los: Morgens ist die Sicht am Teide meist am klarsten.
  • Sonnenschutz: In der Höhe ist die Sonne viel stärker, als es sich anfühlt.
  • Zeit: Von der Küste bis hinauf in den Nationalpark fährst du je nach Route etwa eine bis eineinhalb Stunden.

Zwischen Meer und Bergen wohnen

Das Castillo Moro liegt in Hanglage über der Ostküste, mit Blick auf den Atlantik und mitten zwischen den Klimazonen: 5 Minuten zum Strand, 15 Minuten nach Santa Cruz, rund eine halbe Stunde ins Anaga-Gebirge, und über die Straße durch den Bosque de la Esperanza geht es direkt hinauf zum Teide. Ein Haus wie ein kleines maurisches Schloss, das ganz deiner Gruppe gehört: für Retreats, Seminare, Teamwochen und Familienfeste.

Schau dir das Haus und seine Räume an oder prüfe gleich die Verfügbarkeit. Wir machen dir gern ein individuelles Angebot.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert